KOMYO IN JAPAN

In Japan wird die Kômyô-Lehre Yamazaki Benneis zusammen von der „Shinsei“ („Wahrhaftiges Leben“) – Gesellschaft vertreten, die ihren Sitz im Tempel Kanchi-in in Tokyo hat, einem Untertempel des Zôjôji, dem Haupttempel der Jôdo Shû im Kantô-Gebiet um Tokyo. Der Großvater des jetzigen Abtes Tsuchiya Masamichi, Tsuchiya Kandô, war ein Weggefährte Yamazaki Benneis und der Gründer der Shinsei-Gesellschaft.

Während in der Jôdo Shû das „ôjô“, die Geburt ins Reine Land Amida Buddhas, das Ziel unserer buddhistischer Übung – der Nenbutsu-Rezitation – ist, wird ôjô oft mit dem Tod gleichgesetzt. Nach der Kômyô-Lehre glauben wir aber, dass wir die Geburt ins Reine Land schon auf spiritueller Ebene zu Lebzeiten erlangen können. Wenn wir dies geschafft haben, leben wir ein Leben im Licht Amida Buddhas, d.h. ein wahrhaftiges Leben in einem friedlichen, dem natürlichen Lauf der Dinge folgenden Geisteszustand. Daher nennt die Shinsei-Gesellschaft diese spirituelle Geburt ins Reine Land die Erlangung des „wahrhaftigen Lebens“, „shinsei“.

Wir glauben, dass wir durch Buddha in dieser Welt am Leben gehalten werden.
Der Glaube an den Wunsch Buddhas, die Welt zu verbessern und so weit wie möglich eine Lebensweise zu verwirklichen, die diesem Wunsch des Buddha entspricht, um ein sinnerfülltes Leben zu führen, wird „shinsei“ genannt.

Die Shinsei-Lehre basiert auf der Idee, die Lehre des Gründervaters der Jôdo Shû, Hônen Shônin, an die moderne Zeit anzupassen. Der Grund, warum wir denken, diese Welt sei eine Welt voller Dunkelheit und Leid ist, liegt darin, dass unsere eigenen Augen verdunkelt waren. Wenn man einen Schritt weitergeht und die Augen öffnet, dann ist alles vom strahlenden Licht erfüllt. Wenn man aufrichtig den Namen Amida Buddhas ruft („Namu Amida Butsu“ – „Ich nehme Zuflucht zu Amida Buddha“) und das Licht des So-Gekommenen wahrnimmt, dann entfaltet sich die eigene Spiritualität, und man erkennt den Weg, der einem durch diese reale Welt hindurch hilft. Wir bitten dabei nicht nur um Rettung im nächsten Leben, sondern streben das ewige Leben und unendliche Verbesserung zur Vollendung unserer Persönlichkeit an.

  1. Wir streben nach dem ewigen Leben und der unendlichen Verbesserung unserer Persönlichkeit. Ewiges Leben ist das Bewusstsein der Unsterblichkeit, und unendliche Verbesserung meint ein Leben, dessen Werte sich auf die Vollendung unserer Persönlichkeit ausrichten.
  2. Wir glauben an das einzige zu verehrende Objekt des Weges und der Liebe, den einzigen Kernbestandteil des Universums, der Zeit und Raum unendlich übersteigt.  Der Weg ist der Große Weg des Universums, die Gesetze von Himmel und Erde, das Prinzip der Ordnung aller Dinge, und die Liebe ist das Zentrum der Persönlichkeit, die Quelle des Mitgefühls und die Wurzel aller Dharmas. Dieses Kernobjekt nennen wir Nyorai, den „So-Gekommenen“ [Buddha]. Der So-Gekommene ist unser Hauptobjekt der Verehrung.
  3. Der So-Gekommene ist die Personifizierung des absoluten Mitgefühls, und die fühlenden Wesen nehmen absolute Zuflucht zu ihm. Diese Zuflucht geschieht durch die Namensanrufung, die Nicht-Dualität des Buddha, die Vereinigung von Göttlichem und Menschlichem und die wunderbare Wahrheit der Einheit von Himmel und Erde.
  4. Was aus dieser wunderbaren Wahrheit hervorgeht, ist ewiges Leben, und das ist die unendliche Verbesserung, ein Leben mit Wert und die Vollendung der Persönlichkeit. Diejenigen, die aufrichtig Buddha anrufen und das Nenbutsu rezitieren, erreichen dieses wunderbare Reich von selbst, und der Sinn des Lebens ist kurz gesagt nichts weiter als die Verkörperung dieses wunderbaren Zustandes. 

Tsuchiya Kandô, der Gründer der Shinsei-Gesellschaft

Der neue Verein „C.N.I.A. – Chanting Namuamidabutsu International Association“

Dieser Verein wurde im Jahr 2025 gegründet mit dem Ziel, die Nenbutsu-Lehre Hônen Shônins über verschiedene Projekte wie Crowdfunding für Steinmonumente und online-Veranstaltungen zu verbreiten.
Siehe „online events“.

 

„Beim „Chanting Namu-Amida-Butsu Internationally“ sind Jodo-Buddhisten auf der ganzen Welt miteinander für eine Stunde verbunden und rezitieren gemeinsam das Nenbutsu. 
Ein wunderbares Zeichen für universellen Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander.“